Fabio Vighi, Professor für Philosophie und kritische Theorie an der Universität Cardiff, erläutert in seinem Vortrag die kollektive Verleugnung des Endes der kapitalistischen Produktionsweise, die Wahngebilde des Finanzkapitalismus und wie sie uns in eine neue Barbarei des Krieges führen.
Während die SP die Neutralitätsinitiative als "rechte Pro-Putin Initiative" verunglimpft, legt Pascal Lottaz, Associate Professor an der Universität Kyoto (Japan) und Leiter des Forschungsprojekts “Neutrality Studies” dar, warum es auch aus linker Perspektive durchaus viele gute Gründe zur Unterstützung der Initiative gibt. Zusammen mit anderen Dissidenten SP Mitgliedern gründete Lottaz den Verein “Neutralität für Frieden und Ausgleich” zur Unterstützung der Neutralitäts-Initiative.
Fabian Scheidler ist freischaffender Autor und arbeitet u.a für Le Monde diplomatique und die Berliner Zeitung. In seinem neuen Buch „Friedenstüchtig“ warnt Fabian Scheidler, dass sich Europa immer tiefer in eine selbstzerstörerische Kriegslogik hineinbewegt. Hart erkämpfte soziale Errungenschaften drohen einer schrankenlosen Militarisierung und einem permanenten Ausnahmezustand geopfert zu werden. Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit weist das Buch Wege zu einer neuen Friedensordnung.
Amrei Müller, Assistenzprofessorin an der Sutherland School of Law, University College Dublin, spricht in ihrem Vortrag über die geplanten WHO-Reformen zur Pandemievorsorge. Sie analysiert insbesondere die Konsequenzen, die diese Reformen für den Menschenrechtsschutz haben und wie die umstrittene Gain-of-Function-Forschung das Risiko für zukünftige Pandemien erhöhen wird.
Die Pandemiepolitik muss auch im breiten Kontext der globalen Finanzkrisen verortet werden, denn der eigentliche Patient ist der Kapitalismus. Dies erklärt Fabio Vighi, Professor für Philosophie und kritische Theorie an der Universität Cardiff in England an der Vortragsreihe „Offene Debatten“ von Linksbündig im Volkshaus in Zürich.
Vortrag: Am Leben erhalten
Implodierender Kapitalismus und die Barbarei der Notlage